FON

Gandhi, Che und andere Revolutionäre werden in der Werbung für andere Zwecke missbraucht. Helge kritisierte hier unlängst das Movimiento FON, insbesondere deren Absichten die freizugänglichen Hotspots in Wiener Kaffeehäusern in kostenpflichtige FON Hotspots umzuwandeln. Free Internet, ja ja, wäre ja schön wenn in den gut klingenden Werbetexten die ganze Wahrheit erzählt wird.
freeinternet anstecker cheSo verteilt Telco Sunrise in der Schweiz Ansteck PINs à la 68er Bewegung mit Friedenstauben und CHE Konterfei und suggeriert damit eine freedom Bewegung, die keine ist. Die - zugegeben: clever aufgemachte - Kampagne war zu Beginn gut getarnt, Bloggingtom hat hier und später hier die Strohmänner unter die Lupe genommen und das Rätsel gelöst.
Gestern habe ich mir das "free internet" Angebot etwas genauer angeschaut: Der ADSL Anschluss von Surise bekommt man nur gratis, wenn man beim gleichen Proider Festnetz- und Mobilfunkkunde ist. Von wegen free internet, hier geht es um cross selling pur.
Und was ist mit dem Geschäftsgebaren von FON? Hier muss es ja auch um Geld gehen, ansonsten würden Skype und Google wohl kaum VC zu Verfügung stellen.... Die FON Bewegung mag in der Grundidee eine feine Sache sein: seinen eigenen Internet-Anschluss teilen und im Gegenzug den Zugang zu allen anderen Hotspots der community erhalten, das ist ganz nach meinem Geschmack (sonst wäre ich wohl kaum ein "Fonero" geworden. Andererseits macht das ganze nur Sinn, wenn wirklch an jeder Ecke und in jeder Stadt ein FON Hotspot zur Verfügung steht, d.h. Martin V. und seine Crew stehen unter einem grossen Druck, die User zahlen in kurzer Zeit zu potenzieren, Deshalb auch die Idee, einer "Bewegung" (die keine ist). metronet
Metronet hat 2001/02 den Anfang gemacht und die Wiener Lokale systematisch unter Vertrag genommen, ich fand die Sache da ganz toll, v.a das mittelfristige Ziel, die ganze Stadt mit einer WLAN Wolke zu überziehen. Aber eben, einerseits wars für die User viel zu teuer, anderseits das ganze auf einen (vergoldeten?) Exit ausgelegt, sprich T-Mobile hat die ganzen Hotspots übernommen. Andere Initiativen waren für mich immer Insellösungen, sei es der Richtstrahl vom Donauturm oder individuelle Netze von Privaten.
Nun zu FON: zugeben, das Vorgehen ist heftig, hätte ich nicht gedacht, das die so vorgehen.... ABER: Die FONERO Idee macht hingegen nur Sinn, wenn es überall, an jeder Ecke (nicht nur in Wien) solche Hotspots gibt alle Foneros ihre Breitbandanschlüsse zur Verfügung stellen.
Meine Prognose (die ich in diesem Kommentar bereits geäussert habe): In einigen Jahren werden wir zurückschauen und uns wundern, dass der Netzzugang unterwegs unglaublich teuer war (vgl. die Daten Tarife der Mobilfunkbetreiber....) und WLAN Zugang nicht überall gratis möglich war. Wir wollen FREE INTERNET EVERYWHERE, aber bitte nicht nur als Werbe Gag!

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Zuletzt aktualisiert: 2018-08-30 08:51

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